Bin ich hochsensibel?

Vor in etwa zwei Jahren stieß ich auf das Thema „Hochsensibilität“. Neugierig geworden kaufte ich mir ein Buch dazu und begann noch am gleichen Tag zu lesen. 

Doch je mehr Seiten ich las, desto wütender wurde ich. Ich ahnte damals bereits, dass mich das Thema wohl ziemlich betraf, doch ich wollte mich nicht in eine Schublade stecken lassen.

Die Person, die das Buch geschrieben hatte zählte so viele negative Fakten auf, die das Leben eines hochsensiblen Menschen erschweren sollten, dass ich es kurzerhand wieder zur Seite legte. Trotzig entschied ich mich, mich nicht stigmatisieren zu lassen.

Ein Jahr später ging ich mit einer Freundin spazieren. Zusammen liefen wir durch den Wald und genossen die Stille in der Natur. So wie ich, ist sie immer auf der Suche nach einem guten Umgang mit sich selbst, nach einem sinnvollen Tun in der Welt und reflektiert ihr Leben ständig.

Bei jedem Treffen führen wir tiefgreifende Gespräche und haben den jeweils anderen schon häufig auf einen neuen Weg, eine neue Tür, eine neue Perspektive aufmerksam gemacht. Damals erzählte sie mir von der Hochsensibilität, einem anderen Buch und dass sie erstaunt sei, wie viele Parallelen sie bei sich selbst entdeckt hatte.

Ich beschloss einen erneuten Versuch und begab mich wieder in einen Buchladen. Ich kaufte zwei Bücher zu dem Thema und begann am gleichen Tag zu lesen. Und diesmal waren die Bücher so geschrieben, dass ich das was ich dort las annehmen konnte.

Das Resultat war Staunen, Erleichterung, Erkenntnis und eine wunderbares Gefühl von Entspanntheit.

Ich erkannte mich selbst zwischen den Zeilen. Viele Dinge in meinem Leben, die ich abgewertet hatte, bei denen ich mich als nicht „normal“ empfunden hatte waren plötzlich erklärbar und logisch.

  • Dass ich immer sehr unentschlossen in der Berufsfindung war
  • Dass ich sehr kreativ bin und Begabungen für viele unterschiedliche Dinge habe (singen, schreiben, Körperarbeit, gestalten, sprechen,)
  • Dass ich in Räumen immer das Bedürfnis nach schönerem Licht, Ästhetik und Gemütlichkeit habe und diese auch herstellen kann
  • Dass es mir oft zu laut, zu viel, zu stressig wurde – wo andere nichts bemerkten
  • Dass ich die Stimmung in einem Raum schon spüren konnte wenn ich zu Tür hinein kam
  • Dass meine Schulzeit eine schwierige Phase des ständigen Anpassens war
  • Dass ich ein Gefühl der Ablehnung entwickelt hatte im Bezug auf „etwas zu müssen“ (Schule, Kindergarten) weil ich mich dem Zuviel an Reizen nicht entziehen konnte
  • Dass ich ängstlicher war als andere und nicht so risikobereit
  • Dass mein Yoga Unterricht für eine Gruppe von Menschen ganz besonders toll war (Hochsensible) und für eine andere zu langsam und achtsam (Nicht-Hochsensible)

Es gäbe noch viele weitere Punkte, die ich aufzählen könnte.

Wenn Du rausfinden möchtest ob Du hochsensibel bist, dann kann ich Dir diesen Test emfpehlen:

http://www.zartbesaitet.net/survey/site.php?a=su_onepage&su_id=1

 

 

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