War Yoga ursprünglich von Hochsensiblen etabliert?

„Traditional yoga was probably developed by highly sensitive people“ (Jim Kennedy 2000)

Viele sensible Menschen haben sich vielleicht schon im Yoga wieder gefunden. Haben dort etwas entdeckt, das ein Gefühl von Geborgenheit, vielleicht sogar Ankommen in ihnen ausgelöst hat. Was wäre wenn Yoga genau durch solche Menschen entstanden ist?

Yoga von und für Hochsensible?

Jim Kennedy schreibt in einem Artikel über Yoga und Hochsensibilität, dass diese Annahme durchaus Hintergründe haben könnte. Denn hochsensible Menschen, so Kennedy, seien meist stark an Spiritualität und der Erforschung ihres Seins interessiert. Sie suchen im Yoga häufig mehr nach Entspannung, Selbstwahrnehmung und friedvollen Gefühlen.

Das erinnert daran, dass das alleinig körperliche Üben von Yoga nur ein Teilaspekt von fünf Säulen im Yoga ist.

Beschrieben als Hatha Yoga  besteht dieser Teil aus Asanas (Körperübungen) und Pranayama (Atemübungen). Weitere Säulen sind:

  • Raja Yoga: der königliche Weg um den Geist zu entspannen und sich nicht von seinem Denken beherrschen zu lassen. Ein solches Yoga wird in der Meditation geübt.
  • Karma Yoga: das selbstlose Handeln. Im Alltag zu geben ohne dafür etwas zu erwarten.
  • Jnana Yoga: der Weg des Strebens nach Wissen und Erkenntnis, Selbstreflektion und innerem Wachstum.
  • Bhakti Yoga: Der Yoga des Glaubens und der Hingabe an einen Gott, eine höhere Energie oder wie ich finde einfach an die Liebe.
Deshalb ist Yoga mehr eine Lebensphilosophie, als ein Sportphänomen.

Trotzdem, so Kennedy,  werde heutzutage Yoga vor allem für ein Publikum angeboten, dass ein intensives Workout erwarte, um vor allem körperlich kräftiger zu werden. Dies sei nicht abzuwerten, denn auch über die körperliche Aktivität kann ein Mensch zu sich selbst und zur Entspannung finden.

Und selbst für hochsensible Personen könne dieser Zugang in bestimmten Momenten der richtige sein, doch sollten diese immer genau nach spüren, was ihnen gerade gut tut und in Zeiten der inneren Ruhelosigkeit besser auf ein sanfteres Yoga zurückgreifen.

„Become familiar enough with different styles of yoga to adapt your practice to your current level of arousal!“ (Kennedy 2000)

Und wenn man nun von den oben beschriebenen Säulen des Yoga ausgeht, praktizieren viele Menschen in ihrem Alltag längst viel häufiger Yoga als sie bisher angenommen hatten.

Wie oft praktizierst Du Yoga?

Quelle:

Kennedy, Jim. Yoga for HSPs: Part I. Getting Started. Comfort Zone: The HSP Newsletter, 2000, Volume 5, Issue 2 (May), pp. 11-13

 

 

 

 

 

 

 

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