So befreiend kann Yoga sein

Eine simple Übung führt zu größerer Toleranz und Entspanntheit

Hast Du schon einmal von Bhutan gehört? Bhutan ist ein Staat in Südasien und wird als das glücklichste Land der Welt bezeichnet. Neulich habe ich eine Dokumentation über dieses Land angesehen und war wahrlich erstaunt.

Da wird doch tatsächlich ein Faktor bestimmt der sich Bruttonationalglück nennt. Dabei steht nicht das Wirtschaftswachstum sondern die Nachhaltigkeit des Landes an erster Stelle. Doch was mich noch viel mehr an diesem Beitrag berührt hat, war, dass Kindern dort bereits in der Schule das sogenannte „Gehirnputzen“ beigebracht wird.

Dies sei eine völlig normale Tätigkeit, denn wenn man sich die Zähne putzt, die Haare wäscht und vielleicht auch mal eine Fastenkur durchführt, würde man sich ja auch nicht darüber wundern oder den Zweck bezweifeln.  Das Gehirn müsse eben genauso in regelmäßigen Abständen „geputzt“ werden.

Gehirnputzen – was ist das?

Ein kleiner Gong wurde angeschlagen, die Kinder in der Schule verstummten, schlossen die Augen und atmeten tief.

Was in der Dokumentation als Gehirn putzen deklariert wurde, wird hierzulande Meditation genannt. Doch nur wenige üben sich regelmäßig in dieser Praxis.

Nicht als kleine Kinder in diese Kunst eingeführt, haben wir es heute vielleicht ein wenig schwerer,uns damit Zurecht zu finden. Und dennoch täte es in unserer schnelllebigen Zeit jedem gut, seinen Kopf ab und zu einmal zu lüften.

Zusätzlich sprechen wir hier nicht von irgendeiner Mystik oder Esoterik sondern von einer wissenschaftlich erwiesenen Methode, die viele Vorteile mit sich bringt. Nicht nur Stress reduzieren soll sie, sondern auch gegen Angststörungen, Gemütsschwankungen und chronische Schmerzzustände wirken.

Fünf Minuten am Tag reichen aus

Und diese Methode verlangt noch nicht einmal besondere Mühen von uns. Schon bei fünf Minuten am Tag spürt man, nach einigen Wochen, eine Veränderung.

Aus eigener Erfahrung kann ich behaupten, dass Stress einfach nicht mehr so stressig erscheint und Situationen, die einen normalerweise zur Weißglut treiben würden, ohne starke Gefühlsausbrüche überstanden werden können.

Es zeigt sich, dass das Meditieren uns also nichts als Vorteile bringt. Wieso meditieren wir dann nicht alle, könnte man sich nun fragen.  Vielleicht winkt jetzt der innere Schweinehund mit breitem Grinsen. Vielleicht ist aber auch einfach die Etablierung der Meditation in unserer „westlichen“ Welt noch nicht genügend fortgeschritten.

Doch die Eigeninitiative zählt und beginnen können wir in jedem Moment!

Die Meditation wird wohl noch lange nicht in unsere Schulen eingeführt werden. Es liegt an uns diese Technik in unser Leben zu etablieren. Welche Meditation für Dich perfekt ist musst Du selbst heraus finden. Zum Ausprobieren kann ich Dir die empfehlen, die ich am liebsten durchführe:

Die Meditation zur Wertfreiheit

Sie führt bei regelmäßigem Durchführen zum Loslassen, zu mehr Toleranz für Dich selbst und entspannt den Geist.

Ich wünsch Dir eine angenehme Woche mit viel Initiative zum Meditieren.

 

 

Quellen:

Paul Grossman et al., Mindfulness-based stress reduction and health benefits: A meta-analysis, Journal of Psychosomatic Research, Volume 57, Issue 1, July 2004, Pages 35-43

Miller, John J. et al., Three-year follow-up and clinical implications of a mindfulness meditation-based stress reduction intervention in the treatment of anxiety disorders. General Hospital Psychiatry , Volume 17 , Issue 3 , April 1995, Pages 192 – 200

Jon Kabat-Zinn, An outptient program in behavioral medicine for chronic pain patients based on the practice of mindfulness meditation: Theoretical considerations and preliminary results, General Hospital Psychatry, Volume 4, Issue 1, April 1982, Pages 33-47

 

Bhutan die Ideologie vom wahren Glück

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